Die alte Eiche
Gerichtslinde mit Brunnen - Dorfplatz

Gerichtslinde mit Brunnen
Dieser idyllische Platz mit dem Brunnen unter der alten Linde direkt vor dem heute verschwundenen Zufahrtstor in den tiefer gelegenen Burgbereich dürfte schon im Mittelalter das Zentrum der Dorfgemeinde gewesen sein. Interessant sind vor allem die beiden zeitlich nicht einzuordnenden konischen Sandsteinpylone unter dem Baum: Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie einmal als Markierung einer Gerichtsstätte gedient haben. Immerhin waren die Bürger von Klüsserath spätestens seit dem 16. Jahrhundert im Besitz eines Drittels der sogenannten Hochgerichtsbarkeit, d. h. sie hatten – was äußerst selten war – ein Mitspracherecht bei der Verhandlung schwerer Verbrechen, die ansonsten ausschließlich Sache des Landesherren waren.
Auch die traditionelle Bezeichnung der alten Linde als Gerichtslinde weist in diese Richtung. Tatsächlich sind in ihrem Stamm die Reste einer fast vollständig eingewachsenen Kette mit Handfesseln zu sehen. Aus zwei Sandsteintrögen und einer klassizistischen Säule gebildete Brunnen erinnert an die Tradition der mittelalterlichen Brunnen- und Waschhäuser, die bis ins 20. Jahrhundert hinein lebendige Mittel- und Treffpunkte des dörflichen Lebens gewesen sind.Das Rudemsmännchen
Das Rudemsmännchen
Auf der bewaldeten Höhe von Rudern, zwischen Klüsserath, Thörnich und Bekond, soll seit Jahrhunderten ein unheimliches Wesen umgehen: das Rudemsmännchen. Noch heute erzählt man sich, dass es dort sein Unwesen treibe – als Spukgestalt mit blechernem Hut, begleitet von einem kleinen Hund, bald greifbar, bald körperlos wie ein Schatten.

Die Sage
Vor vielen hundert Jahren, so berichtet die Überlieferung, stritten die Gemeinden Klüsserath und Thörnich erbittert um den Verlauf ihrer Banngrenze auf der Höhe von Rudern. Jede Gemeinde beanspruchte das Weideland für sich. Der Streit wurde vor Gericht ausgetragen, doch keine Seite wollte nachgeben.
Ein Mann einer der Parteien griff schließlich zu einer List. Er füllte etwas Erde aus seiner eigenen Gemarkung in seine Schuhe und verbarg unter seinem Hut einen Schöpflöffel. Dann stellte er sich auf das umstrittene Gebiet und schwor:
„So wahr der Schöpfer über meinem Haupte ist, stehe ich auf meiner Erde.“
Seine Worte waren mehrdeutig – und bewusst täuschend. Denn mit dem „Schöpfer“ meinte er nicht Gott, sondern den unter seinem Hut versteckten Löffel. Mit der Erde in seinen Schuhen wollte er den Eid scheinbar absichern.
Doch wer nicht nur Menschen, sondern auch Gott zu täuschen versucht, bleibt nicht ungestraft – so die Moral der Sage. Der Meineidige wurde dazu verdammt, ohne Erlösung am Ort seiner Tat umherzuirren. Seitdem spukt er als Rudemsmännchen durch die Wälder.
Man erzählt, er stoße Holzfuhrwerke um, führe Wanderer in die Irre und sorge für allerlei Schabernack. Besonders gefährlich sei es, das sogenannte „Irrkraut“ mit den Füßen zu berühren – wer es betrete, werde vom Rudemsmännchen auf verschlungenen Wegen durch Dickicht und Gestrüpp geführt und finde kaum mehr heraus.
Quelle: Link, Oskar (1993): Chronik des Winzerortes Klüsserath. Trier: Michael Weyand VerlagDer historische Hintergrund
Wie viele Sagen hat auch die Geschichte vom Rudemsmännchen einen realen Kern.
Tatsächlich führten die Gemeinden Klüsserath, Thörnich und Bekond über lange Zeit Streitigkeiten um die Weidegrenzen auf der Höhe von Rudern (auch „Rodem“ genannt). Alte Urkunden belegen, dass der Konflikt bereits im 17. Jahrhundert bestand.
Am 30. Juli 1636 wandte sich die Gemeinde Thörnich an hochrangige kurtrierische Amtsträger – den Geheimen Rat Anethan und den Hofrat Haydrich – mit der Bitte, den umstrittenen Distrikt in Augenschein zu nehmen. Der Grenzverlauf war offenbar unklar und umkämpft.
Im Bekonder Weistum von 1697 werden die Grenzen detailliert beschrieben. Dort ist von markanten Grenzpunkten die Rede: weißen Grenzsteinen, dem „Clüsserather Weg“, einem Markstein „vor Rodem“, Hecken, dem „Bourer Brunnen“ sowie einem weißen Stein in der „Kalbacher Wiese“. Diese Beschreibung zeigt, wie exakt man versuchte, natürliche und gesetzte Grenzmarkierungen festzuhalten.
Auch Zeugenaussagen aus dem Jahr 1717 geben Einblick in den Streit. Mehrere ältere Männer – unter anderem Schneiders Bernd Volman aus Bekond, Johannes Schue aus Thörnich und Theis Rauen aus Ensch – wurden zu ihren Erinnerungen an die Weidegrenzen befragt. Sie berichteten von Grenzbäumen, in die Kreuze eingehauen waren, und davon, bis wohin Schweine gehütet werden durften. Ihre Aussagen zeigen, wie sehr man auf mündliche Überlieferung und persönliche Erinnerung angewiesen war.
Schließlich kam es 1718 zu einem Vergleich. Das Bekonder Gerichtsbuch vermerkt, dass Thörnich und Bekond am 30. August 1718 eine Einigung erzielten. Bereits zuvor hatten sich Klüsserath und Thörnich offenbar geeinigt. Das umstrittene Stück Weideland „Rudern“ sollte fortan der Gemeinde Thörnich gehören.
Die jahrzehntelangen Streitigkeiten um Grenzverläufe, Weiderechte und Besitzansprüche bildeten den Nährboden für die Sage. Aus juristischen Auseinandersetzungen, Zeugenaussagen und Grenzbeschreibungen wurde im Laufe der Zeit eine moralische Erzählung: Ein Mann, der mit einem listigen Eid Recht erzwingen wollte, wird zum ruhelosen Geist. So verbindet die Geschichte vom Rudemsmännchen reale Grenzkonflikte des 17. und frühen 18. Jahrhunderts mit volkstümlicher Fantasie. Die Sage bewahrt damit nicht nur eine warnende Botschaft vor Meineid und Betrug, sondern auch die Erinnerung an einen handfesten historischen Konflikt zwischen Moselgemeinden. Heute erinnert die Sandsteinstaue an der Salmbrücke an die Geschichte sowie eine Tafel auf dem Sagenweg Klüsserath.
Quelle: Link, Oskar (1993): Chronik des Winzerortes Klüsserath. Trier: Michael Weyand VerlagDie Wasserburg
Die Klüsserather Burg ist ein historisches Bauwerk, das die wechselvolle Geschichte des Moseltals und seiner Bewohner widerspiegelt. Ihre Ursprünge reichen weit zurück, und sie hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Veränderungen und Besitzerwechsel erlebt. Die Burg, die einst als „Thurm zu Clussart“ bekannt war, wurde erstmals 1338 urkundlich erwähnt. Ursprünglich handelte es sich um eine Wasserburg, die durch einen breiten Wassergraben geschützt war, der von der Mosel gespeist wurde. Dieser Wassergraben war ein typisches Merkmal mittelalterlicher Burgen und diente der Verteidigung gegen Angreifer.
Die genaue Entstehungszeit der Burg ist nicht eindeutig überliefert, doch Heimatforscher vermuten, dass ihre Ursprünge bis in die Zeit der fränkischen Landnahme im 5. Jahrhundert zurückreichen. Damals drangen die Franken in das Trierer Land vor und errichteten Herrenhöfe auf erhöhten Stellen, die strategisch günstig lagen. Es wird angenommen, dass die Klüsserather Burg aus einem solchen fränkischen Herrenhof hervorgegangen ist. Die Abtei Gorze erwarb den Herrenhof im Jahr 745 vom Metzer Bischof und verkaufte sie später an den Ritter Hermann von Veldenz. Dieser veräußerte die Burg 1270 an Dietrich, den Herrn von Bruch, der sie als Lehen vom Erzbistum Trier erhielt.
Die Burg war nicht nur ein Wohnsitz für adlige Familien, sondern auch ein Verteidigungszentrum für die Dorfbewohner. In Zeiten der Not bot sie Schutz und Sicherheit vor feindlichen Übergriffen. Die massive Bauweise der Burg, mit ihrem rechteckigen Bruchsteinbau und dem hohen Wohnturm, zeugt von ihrer ursprünglichen Funktion als Wehrbau. Der Wohnturm war das Herzstück der Anlage und überragte die umliegenden Gebäude deutlich. Er war aus einheimischem Schiefergestein errichtet und bot Platz für die Besatzung, die Schutzsuchenden sowie die Burgherren und ihre Familien.
Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Burg zahlreiche Besitzerwechsel. Nach dem Verkauf durch Hermann von Veldenz an Dietrich von Bruch wurde die Burg von verschiedenen adligen Familien bewohnt, darunter die Herren von Bruch, die Burggrafen von Rheineck und die Familie von Hagen. Die Herren von Bruch kontrollierten die Burg bis ins 14. Jahrhundert und nutzten sie als Lehen des Erzbistums Trier. Später ging die Burg als Lehn an den Burggrafen von Rheineck über, die ebenfalls enge Verbindungen zum Erzbistum hatten. Im Jahr 1545 wurde die Burg an Richard von Hagen verliehen, der als kurtrierischer Kämmerling eine bedeutende Rolle in der Verwaltung des Erzstifts spielte. Nach seinem Tod ging die Burg durch Erbschaft und Verkauf in den Besitz anderer adliger Familien über.
Ein bedeutender Einschnitt in die Geschichte der Burg war die Säkularisation im Jahr 1803, als die französische Regierung die Burg und alle dazugehörigen Güter als Nationaleigentum deklarierte und versteigerte. Der letzte Bürgermeister von Klüsserath, Strauhs, erwarb die Burg zunächst, konnte jedoch die Kaufsumme nicht aufbringen. Schließlich wurde die Burg 1804 von der Familie Gebert gekauft, die bedeutende bauliche Veränderungen vornahm. Die schmalen Fenster wurden durch größere ersetzt, und die Wallgräben, die einst die Burg umgaben, wurden aufgefüllt. Außerdem wurde Anfang 20. Jahrhundert die Dachkonstruktion erneuert. Die Familie Gebert blieb bis ins 20. Jahrhundert Eigentümer der Burg, bevor sie den Besitz Stück für Stück an die Bürger von Klüsserath verkaufte.
1950 kaufte die Familie Krisam, heute Regnery, die Burg von Rittmeister Baron von Blankenfeld ab. Seit 2017 ist die Burg ganz privat bewohnt. Nur der Gewölbekeller und die anliegende Straußwirtschaft sind öffentlich zugänglich. Das Weingut Zur Burg (Fam. Regnery) nutzt den Gewölbekeller noch zur Barriquelagerung und hat 2025 die alten Stallungen gekauft die derzeit saniert werden.

Quelle: Link, Oskar (1993): Chronik des Winzerortes Klüsserath. Trier: Michael Weyand Verlag.
Das Wappen des Domkappitels

Das Wappen des Domkappitels
Mindestens 15 verschiedene Klöster, Abteien und weltliche Grundherren waren bis zur französischen Revolution in Klüsserath begütert, d.h. sie besaßen hier Felder, Wiesen, Grundstücke und vor allem Weinberge. Zur Organisation dieses Besitzes vor Ort unterhielt jeder Grundherr ein Hofgut, das wie der erhaltene Echternacher Hof am Ostende des Dorfes meist nur aus einem Wohngebäude für den Meier – das war die Berufsbezeichnung der Gutsverwalter – und den nötigen Lagerraum für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse umfasste. Der hier in ein jüngeres Wohnhaus eingesetzte Wappenstein mit der Figur des Heiligen Petrus gehörte als Hauszeichen zum heute verschwundenen Hofgut des Trierer Domkapitels. Die entsprechende Inschrift Thumb Stiffts Praesent Hoff weist mit der Jahreszahl 1661 darauf hin, dass das Gebäude damals zumindest grundlegend modernisiert und mit dem neuen, besitzanzeigenden Wappen geschmückt wurde. Möglicherweise geht damit auch die Bezeichnung dieses Abschnittes der langgezogenen Klüsserather Hauptstraße als Fronhof (Herrenhof) auf das ehemalige Hofgut des Domkapitels zurück, das zumindest bis ins 19. Jahrhundert an dieser Stelle oder ganz in der Nähe gestanden haben dürfte.
Die Pfarrkirche Rosenkranzkönigin Klüsserath

Frühe Geschichte
Die Pfarrkirche von Klüsserath ist ein eindrucksvolles Zeugnis der religiösen und kulturellen Entwicklung des Moseltals. Ihre Geschichte reicht weit ins Mittelalter zurück und spiegelt zugleich die Siedlungsgeschichte des Ortes selbst wider.
Eine erste, heute nicht mehr bestehende Kirche wird 1295 urkundlich erwähnt. Ihre Lage am östlichen Ende des Dorfes auf einer Anhöhe über der fränkischen Burgsiedlung sowie ihre Weihe an den heiligen Remigius – einen bedeutenden fränkischen Bischof – deuten jedoch auf eine wesentlich frühere Gründung hin. Möglicherweise entstand sie bereits im 7. oder 8. Jahrhundert.
Hinweise auf noch ältere religiöse Traditionen liefert ein bemerkenswerter Fund: In der Außenmauer dieser Kirche war bis ins 18. Jahrhundert ein Relief der römischen Jagdgöttin Diana eingelassen. Es verweist auf ein mögliches römisches Heiligtum an gleicher Stelle. Das Relief befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum Trier. Später wurde die Darstellung übermalt und als heiliger Hubertus interpretiert – ein eindrucksvolles Beispiel für die Überlagerung heidnischer und christlicher Traditionen.
Neben Remigius wurde später auch der Erzengel Michael als Patron verehrt, was sich im erhaltenen gotischen Chor widerspiegelt.
Die Gründung der heutigen Pfarrkirche
1304 baten die Bürger von Klüsserath den Burgherren Theoderich (Diedrich) von Bruch um die Bereitstellung eines Grundstücks für den Bau einer neuen Kirche mit angrenzendem Friedhof. Dieser stellte am westlichen Ende des Dorfes – nahe dem alten römischen Siedlungskern – ein entsprechendes Gelände zur Verfügung.
Von der dort errichteten mittelalterlichen Kirche ist heute noch der gotische Chor erhalten. Seine Maßwerkfenster und das Rippengewölbe prägen bis heute das Erscheinungsbild. Die Schlusssteine zeigen den Erzengel Michael sowie das Osterlamm als Symbol Christi.
Im späten 18. Jahrhundert wurde das baufällig gewordene Kirchenschiff abgebrochen und durch einen barocken Neubau ersetzt. Der heutige Turm mit seiner geschwungenen Haube stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Auffällig ist seine ungewöhnliche Bekrönung: Ein Weinfass trägt das Turmkreuz – ein symbolträchtiger Hinweis auf die enge Verbindung Klüsseraths mit dem Weinbau.
Die feierliche Einweihung des barocken Neubaus erfolgte 1787. Im Jahr 1934 wurde die Kirche durch einen Erweiterungsbau vergrößert, wodurch der gotische Chor stärker in den Innenraum integriert wurde.
Der Hochaltar – Spätrenaissance
Das bedeutendste Ausstattungsstück der Kirche ist der monumentale Hochaltar aus dem Jahr 1622, einer der größten Spätrenaissance-Altäre im Moselraum. Der aus Kalkstein und Marmor gefertigte Aufbau wird dem Trierer Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann zugeschrieben, der auch bedeutende Werke in Trier schuf.
Im Zentrum steht eine Pietà – Maria mit dem toten Christus auf dem Schoß – flankiert von Maria Magdalena und dem heiligen Hubertus. Über der Szene befinden sich weitere Reliefdarstellungen, die das Heilsgeschehen thematisieren. Der Altar vereint kunstvolle Gestaltung mit theologischer Symbolik und prägt bis heute den Kirchenraum.
Ebenfalls von großer historischer Bedeutung ist die Renaissance-Grabplatte des Klüsserather Burgherren Richard von Hagen aus dem Jahr 1558. Sie zeigt den Verstorbenen in voller Rüstung betend dargestellt – als Ausdruck seines Standes und seiner Hoffnung auf Erlösung. Ursprünglich lag die Grabplatte im Boden vor dem Hochaltar, heute befindet sie sich an der Seitenwand des gotischen Chores.
Religiöses Leben und Bruderschaften
Über Jahrhunderte war die Pfarrkirche Mittelpunkt des religiösen Lebens im Dorf. Mehrere Bruderschaften prägten das kirchliche und gemeinschaftliche Leben, darunter eine 1708 gegründete Rosenkranzbruderschaft, die über eigene Weinberge und Ländereien verfügte. Auch die Marianische Jünglingssodalität spielte eine wichtige Rolle in der religiösen Erziehung der Jugend.
Bedeutung bis heute
Die Pfarrkirche von Klüsserath vereint in einzigartiger Weise verschiedene Epochen: mögliche römische Ursprünge, frühmittelalterliche Missionstradition, gotische Baukunst, barocke Architektur und renaissancezeitliche Ausstattung. Sie ist damit nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein lebendiges Geschichtsbuch des Dorfes.
Quelle: Link, Oskar (1993): Chronik des Winzerortes Klüsserath. Trier: Michael Weyand Verlag.Das Krippenmuseum
Im Denkmalkataster von Rheinland-Pfalz ist in der Hauptstraße 83 ein Winkelhof erfasst, der von der Anordnung und der Lage her als besonders seltener Haustyp an der Mosel gilt. Nachdem das über 350 Jahre alte Haus zu einer Ruine zu verfallen drohte, wurde es vom Krippenverein mit außergewöhnlich großer Eigenleistung und mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland Pfalz, der Ortsgemeinde und vieler Privatpersonen zu dem heutigen Krippenmuseum umgenutzt. Die Einweihung und Eröffnung des im Eigentum der Gemeinde stehenden Krippenmuseums erfolgte im Mai 2010.
Krippenverein und Ortsgemeinde sind heute stolz darauf, dass dieser Umbau so gut gelungen ist. Das Gebäude kommt nicht nur dem Krippenverein zugute: Die Nutzung als Krippenmuseum macht Klüsserath weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt und es werden dadurch viele Krippenfreunde und Museumsbesucher in unser Weindorf geführt, die auch als Touristen und Weinfreunde gern gesehene Besucher sind.
Mit der Verleihung des 1. Platzes im Fassadenwettbewerb 2012 wurde ein in der Ortsgemeinde bisher ohne Beispiel durchgeführtes Vereinsprojekt besonders gewürdigt.
Gezeigt werden in der für die Region einmaligen und anspruchsvollen Ausstellung auf einer Fläche von nahezu 300 qm ca. 90 Weihnachtskrippen aus aller Welt. Außerdem finden immer wieder Sonderausstellungen statt.
Adresse:
Haus der Krippen
Hauptstraße 83
54340 KlüsserathKontakt:
Klüsserather Krippenfreunde e.V.
info@krippenmuseum.info
Krippenmuseum
KrippenvereinDer Echternacher Hof

Der Echternacher Hof im Unterdorf
Figur St. Jakob
Ehemaliges Hofgut der Abtei Echternach im heutigen Luxemburg, die spätestens seit dem ausgehenden 8. Jahrhundert Ländereien in Klüsserath besaß. Ein solches Hofgut bildete die von einem klösterlichen Beamten, dem Meier, geleitete Verwaltungs- und Wirtschaftszentrale des landwirtschaftlichen Betriebs.
Gleichzeitig wurden hier alle Abgaben – bis ins 16. Jahrhundert hinein meist Eier, Hühner, Wein, Getreide und andere Naturalien – abgeliefert und gelagert, zu denen die Klüsserather den Mönchen von Echternach verpflichtet waren. Alle Gebäude des heutigen Echternacher Hofs sind im frühen 18. Jahrhundert entstanden. Zusammen bilden sie eine komplexe Wirtschaftseinheit, die das schmale Grundstück zwischen Straße und Weinberg optimal nutzt. Im Zentrum steht das repräsentative, rechtwinklig zur Straße errichtete Wohn- und Verwaltungsgebäude, in dem der Meier mit seiner Familie lebte. Links schließt sich eine Küferwerkstatt zur Herstellung und Instandhaltung der benötigten Weinfässer an. Die Vergitterung der Erdgeschossfenster im Hauptbau und im Werkstattgebäude weisen darauf hin, dass hier wertvolle Dinge – zu denen auch die Werkzeuge und Kupfergerätschaften der Küferei gehörten – gelagert wurden.
Hinter der Werkstatt führt ein idyllischer Innenhof zum Haupteingang des Wohngebäudes und zum Eingang in den wahrscheinlich älteren, ebenerdig in den Weinberghang gegrabenen Weinkeller, über dem die Scheune zur Lagerung des auf den Feldern des Klosters erzeugten und von den abgabepflichtigen Dorfbewohnern regelmäßig gelieferten Getreides liegt. Rechts an den Hauptbau schließt sich entlang der Straße ein niedriger Stalltrakt für Pferde oder Ochsen an, die als landwirtschaftliche Zugtiere dienten. Wahrscheinlich wurden in diesem Bereich auch Schweine und Hühner als Fleischlieferanten gehalten.
Echternacher Hof
Oft gab es auch einen frei stehenden Taubenschlag. Am Kopfende des Stalls war der Platz für einen Misthaufen mit Pumpe. Dahinter führt ein äußerer Wirtschaftshof zur ebenerdigen Einfahrt der über dem Weinkeller gelegenen Scheune. Vor allem die eigene Küferwerkstatt und der große Weinkeller weisen auf die besondere Bedeutung der Weinherstellung im historischen Echternacher Hof hin. Ganz offensichtlich ließen sich die an der weit entfernten Sauer lebenden Mönche von hier aus 1000 Jahre lang mit gutem Klüsserather Moselwein versorgen, bis die Abtei in der Französischen Revolution aufgelöst wurde und ihr Klüsserather Hofgut in Privatbesitz überging.Salmtal Naturwehr

Naturwehr
Die Salm ist ein fast 64 km langer Nebenfuss der Mosel. Sie entspringt in Salm, in einer Höhe von 575 m über NHN im Salmwald in der nähe von Gerolstein. Die Mündung in Klüsserath ist auf 115 m über NHN.
Der Name Salm kommt vermutlich vom Fisch Lachs, der wohl bis in die 1930er Jahre hier gelaicht hat.
Besonders ist die Auenlandschaft die an der Mündung direkt an die Steillagen der Weinberge angrenzt. Bis zur Herresmühle in Klüsserath ist die Salm sehr natürlich belassen und bietet eine kühle Abwechslung zu den sonnigen Weinberghängen.









